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Checkpoint Charlie Berlin

Ein Stück Zeitgeschichte erleben

Der Checkpoint Charlie verband von der Errichtung im Jahr 1961 bis zur Wiedervereinigung 1990 den Bezirk Kreuzberg in Westberlin mit dem Ostberliner Viertel Mitte.

Der Übertritt an der streng bewachten Grenze war nur dem Militär und einem auserwählten Personenkreis möglich. Rührende Geschichten über halsbrecherische Fluchtversuche hören Sie im Mauermuseum gleich neben dem Checkpoint Charlie.

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Die Geschichte von Checkpoint Charlie

Die Geschichte des berühmtesten Grenzübergangs der geteilten Stadt Berlin beginnt im Jahr 1961. Im August dieses Jahres wurde der Kontrollpunkt errichtet, um Mitgliedern des alliierten Militärs, Vertretern der DDR, Botschaftsangehörigen und einem kleinen auserwählten Personenkreis das Passieren der Berliner Mauer zu ermöglichen.

Zu seinem Namen ist Checkpoint Charlie durch das internationale Buchstabieralphabet gekommen. Während die Bezeichnungen “Alpha” mit dem Grenzübergang Helmstedt-Marienborn und “Bravo” mit jenem in Dreilinden bereits vergeben waren, erhielt das heutige Wahrzeichen den dritten Buchstabens.

Mehrere Male kam es am Checkpoint Charlie zu brenzligen Situationen – am 27. Oktober 1961 z.B., als sich sowjetisches und amerikanisches Militär an der Berliner Mauer kampfbereit gegenüberstanden.

US-amerikanische, britische, französische und sowjetische Flagge am Checkpoint Charlie in Berlin, Deutschland

Im Zuge der Krise verlegten die Vereinigten Staaten 200 Kampfflugzeuge nach Frankreich, um notfalls sofort einsatzbereit zu sein. Nach der Wiedervereinigung wurde Checkpoint Charlie schließlich im Zuge einer Gedenkfeier abgebaut und in weiterer Folge in das Berliner Alliiertenmuseum im Bezirk Steglitz-Zehlendorf überstellt.

Grenzübergang Checkpoint Charlie in Berlin, Deutschland

Seit dem 13. August 2000 steht am Originalschauplatz der detailgetreue Nachbau der einstigen Kontrollbaracke, wo so viele Träume zerbrachen.

In den vergangenen Jahren gab es zahlreiche Ideen, den Platz um den Checkpoint Charlie aufzuwerten. Unter anderem interessiert sich die Firma Trockland dafür, ein Museum über den Kalten Krieg samt Wohnungen und einem Einkaufszentrum zu errichten. Der für das Bauwesen verantwortliche Senat sucht nach alternativen Ideen.

Sehenswürdigkeiten rund um den Checkpoint Charlie

Wenn Sie sich für die genauen Hintergründe rund um Checkpoint Charlie interessieren, lohnt sich ein Besuch des Mauermuseums. Es befindet sich direkt am ehemaligen Grenzübergang in der Friedrichstraße. Auf 1.766 m² Fläche erhalten Sie einen interessanten Einblick in das Leben in der einst geteilten Stadt.

Reisegruppe an der Berliner Mauer. Berlin, Deutschland

Spannend ist, dass nicht einmal ein Jahr nach der Errichtung von Checkpoint Charlie mit der Ausstellung “Es geschah an der Mauer” bereits das erste Mahnmal entstand. Somit hat das Museum über die Jahrzehnte Zeitgeschichte miterlebt. Berührend sind die Erzählungen kreativer Fluchtversuche mit dem U-Boot oder Heißluftballon.

Auch Kajaks, Leitern und andere Fluchthelfer sind zu sehen. Namhafte Künstler wie Karl Oppermann, Matthias Koeppel oder Hannah Höch beschäftigten sich in Bildhauerei und Gemälden mit den Themen und stellten Sie dem Mauermuseum zur Verfügung.

Ein beeindruckendes Beispiel für die künstlerische Aufarbeitung der Berliner Mauer und der Wiedervereinigung entdecken Sie mit der East Side Gallery. Mit der U-Bahn erreichen Sie die farbenfrohe Attraktion in der Mühlenstraße vom Checkpoint Charlie nach rund 30min Fahrzeit. Hier bemalten 118 Künstler aus 21 Ländern im Frühjahr 1990 ein 1,3 km langes Mauerstück direkt an der Spree.

Eines der bekanntesten Werke ist der Bruderkuss von Dimitri Wrubel. Es zeigt eine wahre Begebenheit aus dem Jahr 1979: Damals küsste der amtierende Präsident der Sowjetunion Leonid Breschnew bei einer Feier zum 30-jährigen Bestehen der DDR Erich Honecker. Zu den weiteren Highlights zählt der durch die Mauer brechende Trabi von Birgit Kinder.

Lage, Öffnungszeiten und Anfahrt

Adresse: Friedrichstraße 43–45, 10969 Berlin

Öffnungszeiten: er Checkpoint ist rund um die Uhr zugänglich, das Mauermuseum täglich von 9.00 bis 22.00 Uhr geöffnet.

So kommen Sie zum Checkpoint Charlie

Vom AMBER ECONTEL in Berlin-Charlottenburg erreichen Sie den Checkpoint Charlie mit der U-Bahnlinie 7 ab Mierendorffplatz, am Mehringdamm steigen Sie in die U6 um. Die gesamte Fahrzeit bis zur Haltestelle Kochstraße/Checkpoint Charlie beträgt 35min.

Weitere Anregungen für Ihren Aufenthalt in Berlin finden Sie auf unserer Seite » Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Berlin

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