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Karl-Marx-Monument

Denkmal und Treffpunkt zugleich

Als eine der zweitgrößten Porträtbüsten der Welt ist das Karl-Marx-Monument im Herzen von Chemnitz ein Wahrzeichen, das weit über die Region hinaus bekannt ist. Zu Zeiten der DDR eingeweiht, ist es heute nicht nur eine Attraktion von künstlerischem Wert, sondern auch historisches Mahnmal sowie ein beliebter Treffpunkt der Chemnitzer und Chemnitzerinnen.

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Die Geschichte hinter dem Karl-Marx-Monument

Nur wenige Jahre nach der Gründung der DDR wurde Chemnitz in Karl-Marx-Stadt umbenannt. Spätestens seit 1953 stand in der Gemeinde alles im Zeichen des berühmten Philosophen und Begründers der kommunistischen Weltsicht. Entsprechend sollte Marx im heutigen Chemnitz ein Denkmal von monumentalem Ausmaß gesetzt werden.

Der sowjetische Bildhauer Lew Kerbel wurde mit der Anfertigung der Plastik beauftragt. Die Einzelteile stellte eine Kunstgießerei im damaligen Leningrad her. Am 9. Oktober 1971 und somit kurz nach dem Nationalfeiertag des sozialistischen Deutschlands war es schließlich soweit: Die Skulptur wurde feierlich vor etwa 250.000 Zuschauern eingeweiht.

In den kommenden Jahren entwickelte sich das Karl-Marx-Monument in Chemnitz letztlich zu einem Anziehungspunkt der lokalen Bevölkerung, die die Büste im breitesten Sächsisch liebevoll „Nischel“ nennt. In der Mundart bedeutet der Begriff so viel wie Kopf.

An Bedeutung hat Marx in Chemnitz auch nach der Wende kaum etwas verloren. Zum 200. Geburtstag des Philosophen wurde so eine aufwendige Licht- und Toninstallation aufgebaut. Warum die DDR-Führung ausgerechnet Chemnitz als Karl-Marx-Stadt ausgesucht hat, ist übrigens ein Rätsel. Zu Lebzeiten hatte es der Denker nie in die Region geschafft.

Das Denkmal als Ort für Veranstaltungen

Vor dem Karl-Marx-Monument breitet sich ein großer Platz aus, der auf der gegenüberliegenden Seite der Brückenstraße in den Stadthallenpark übergeht. Dieses Areal ist geradezu wie gemacht für größere Veranstaltungen. Wenn in Chemnitz Demonstrationen stattfinden, dann hier.

Ein in der gesamten Region beliebtes Event ist der Parksommer, der seit 2017 im Stadthallenpark und rund um das Monument organisiert wird.

Bei sonnigen Temperaturen zieht es die Menschen den gesamten Juli über hier hin, um den Konzerten von Jazzmusikern und Songwritern, Rockbands und Klassikorchestern zu lauschen.

Darüber hinaus können Sie hier an Workshops teilnehmen und beispielsweise die Grundlagen von Yoga oder Tai Chi lernen.

Zum Entspannen laden die aufgestellten Liegestühle ein. Während des Parksommers zieht außerdem die Parade des Christopher Street Day am Karl-Marx-Monument vorbei und demonstriert, wie bunt und vielfältig Sachsen ist.

Lage, Anfahrt und Öffnungszeiten

Adresse: Brückenstraße 10, 09111 Chemnitz

Öffnungszeiten: Rund um die Uhr

Tipp: Am besten lässt sich die Attraktion im Rahmen eines Rundgangs besichtigen, bei dem Sie weitere Sehenswürdigkeiten wie den Roten Turm oder die Kunstsammlung Chemnitz ansteuern.

So kommen Sie zum Karl-Marx-Monument

Sie finden das Karl-Marx-Monument mitten in der Innenstadt von Chemnitz an der Kreuzung der Brückenstraße und der Straße der Nationen.

Vom AMBER Hotel Chemnitz Park müssen Sie knapp 7 km zum Wahrzeichen fahren. Mit dem Wagen benötigen Sie hierfür etwa 15 Minuten.

Nutzen Sie ganz einfach die B95 bzw. die Leipziger Straße, die von der Unterkunft im Nordwesten der Stadt in Richtung Zentrum führt. Kurz hinter dem Konkordiapark biegen Sie links in die Hartmannstraße ab und sind fast an Ihrem Ziel.

Tipp: Das Auto können Sie in der Tiefgarage an der Brückenstraße preiswert abstellen.

Darüber hinaus halten Busse der lokalen Verkehrsbetriebe in der Nähe.

Weitere Anregungen für Ihren Aufenthalt in Chemnitz finden Sie auf unserer Seite » Die schönsten Ausflugsziele rundum Chemnitz

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