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Kölner Dom

Beeindruckendes Kunstwerk der Gotik

Mehr als 500 Jahre wurde an dem Kölner Dom gebaut, der heute als Wunderwerk der Architektur gilt.

Beim Besuch des Sakralbaus erwarten Sie Sehenswürdigkeiten der Superlative: Wandeln Sie durch das längste Kirchenschiff Deutschlands und bewundern Sie mit dem Dreikönigenschrein eines der beeindruckendsten Beispiele mittelalterlicher Goldschmiedekunst.

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Die Geschichte des Kölner Doms

Der Kölner Dom blickt auf eine lange Geschichte zurück. Genau dort, wo sich die mächtige Kirche befindet, wurden Überlieferungen zufolge schon zu Römerzeiten Gottesdienste gefeiert und auch während der Herrschaft der Karolinger um das Jahr 800 befand sich mit dem Alten Dom ein mächtiger Sakralbau im Herzen der Stadt.

1164 war ein einschneidendes Jahr in der Kirchengeschichte. Damals ließ Erzbischof Rainald von Dassel die Überreste der Heiligen Drei Könige von Mailand nach Köln überstellen. Sie waren der Grund, warum es bereits im 12.Jh. unzählige Pilger nach Köln zog. In dieser Zeit entstand auch der berühmte Dreikönigenschrein, der bis heute als Wunder der Goldschmiedekunst gilt.

Erzbischof Konrad von Hochstaden war es schließlich, der am 15. August 1248 den Grundstein für eines der bedeutenden Meisterwerke der Gotik setzte. Aus der ersten Bauphase stammen unter anderem die Chorpfeilerfiguren der 12 Apostel, Christus und Maria.

Die Bauarbeiten gingen nicht recht voran, erst 1410 war der beeindruckende Südturm zwei Stockwerke hoch. Schließlich konnten 1448 und 1449 die heute noch voll funktionstüchtigen Glocken Pretiosa und Speciosa angebracht werden.

Anschließend herrschte 300 Jahre lang Ruhe um den Kölner Dom. Der Bau glich einer gewaltigen Ruine, trotzdem dominierten das Langhaus und der Südturm die Stadtsilhouette. Schwer setzte dem Wahrzeichen der Einfall französischer Truppen Ende des 18.Jh. zu, die Teile der Innenausstattung als Brennholz nutzten. Danach setzten sich bekannte Persönlichkeiten wie Johann Wolfgang von Goethe sowie der Historiker Sulpiz Boisserée für die Vollendung des Baus ein.

Die Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner und Richard Voigtel waren federführend bei der Fertigstellung. Mithilfe von 500 Mitarbeitern und Zügen, die bis direkt zur Baustelle fuhren, wurde die mächtige Kathedrale schließlich 1800 eröffnet.

Die Highlights des UNESCO-Weltkulturerbes

Im Jahr 1996 erklärte die UNESCO den Kölner Dom als Meisterwerk der Gotik zum UNESCO-Weltkulturerbe. Beim Besuch bewundern Sie einen Sakralbau der Superlative: immerhin schreiten Sie im Kölner Dom durch das mit 144 m längste Kirchenschiff Deutschlands.

Zu den Highlights zählt der Dreikönigenschrein, den Nikolaus von Verdun Ende des 12.Jh. anfertigte. Er begeistert mit kunstvollen Goldschmiedearbeiten, die unter anderem Szenen aus dem Alten Testament und dem Jüngsten Gericht zieren.

Zu den ältesten Kunstschätzen des Kölner Doms zählt das Gerokreuz in der Kreuzkapelle. Es stammt vermutlich aus dem Jahr 970 und zeigt Jesus in einer besonders ausdrucksvollen Plastik.

Der mit schwarzem Marmor verzierte Hochaltar beeindruckt mit seiner Fläche von 9,58 m². An der Vorderseite sehen Sie eine Darstellung der Marienkrönung, die aus dem Entstehungsjahr 1322 stammt.

Beim Rundgang durch den Kölner Dom beeindrucken außerdem die farbenfrohen Fenster, die eine Gesamtfläche von 10.000 m² ausmachen. Eines davon stammt von einem zeitgenössischen Künstler: Gerhard Richter entwarf das 2007 eingeweihte, nach ihm benannte Kunstwerk. Es besteht aus 11.263 Farbquadraten, die für besondere Lichtverhältnisse sorgen. Als älteste Relikte aus der Geschichte gelten das Jakobus- und Agnesfenster, die aus dem 14.Jh. stammen.

Schon alleine der Aufstieg auf den über 157 m hohen Südturm des Kölner Doms ist ein Erlebnis. Über 533 Stufen gelangen Sie zur Aussichtsplattform in 97 m Höhe. Dabei kommen Sie an der Glockenstube vorbei, wo Sie einen Blick auf die größte freischwingende Glocke der Welt “d’r decke Pitter” werfen. Oben angekommen, genießen Sie bei klarem Wetter einen herrlichen Ausblick bis auf das Siebengebirge.

Lage, Anfahrt und Öffnungszeiten

Adresse: Domkloster 4, 50667 Köln

Öffnungszeiten: November bis April: 6.00 bis 19.30 Uhr, Mai bis Oktober 6.00 bis 21.00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen 13.00 bis 16.30 Uhr

So kommen Sie vom Hotel zum Kölner Dom

Vom AMBER HOTEL Hilden/Düsseldorf erreichen Sie den Kölner Dom mit öffentlichen Verkehrsmittel in rund 50 min.

Sie nehmen die Buslinie 784 bis zum Bahnhof Benrath und von hier den Zug zum Kölner Hauptbahnhof (Nur 1min zu Fuß vom Hauptbahnhof entfernt). Mit dem Auto sind es rund 40 km bis zu dem Wahrzeichen. Parkgaragen nördlich des Hauptbahnhofes und in der Bischofsgartenstraße

Weitere Anregungen für Ihren Aufenthalt in Hilden finden Sie auf unserer Seite » Die schönsten Ausflugsziele rundum Hilden

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